Auf der Reeperbahn nachts um halb drei

… ist garantiert nicht so viel los, wie bei uns im Kinderzimmer. Da wird gepupst, geschrien, gestrampelt und gesaugt, was der kleine Körper hergibt.

Los geht es im Beistellbett neben der Mami im Schlafzimmer. Angestrengt klingende Geräusche dringen mir im Traum ins Ohr. Ich schlage die Augen auf, orientiere mich zeitlich an der Uhr und überschlage kurz die hinter mir liegende Schlafdauer.
Dann dreh ich mich nochmal rum, versuche die immer intensiver werdenden Geräusche zu ignorieren und gebe nach gefühlten 5 Minuten auf. Aufgestanden, Baby geschnappt und ab ins Kinderzimmer.
Je nach Müdigkeit setzt entweder lautes Hungergeschrei ein oder es wird noch „leise“ gedrückt. Aber doch so, dass es jeder mitbekommt. Die Mühe soll sich ja auch lohnen.
Ich helfe oft mit einer Bauchmassage nach. In der Regel hat sich Junior nach 5-10 Minuten ausgepupst und kann friedlich gestillt oder auf der Wickelkommode weiter bearbeitet werden. Seit neustem befindet sich dort ein Mobile, dass seine gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, so dass Papa und die Nachbarn weiter in Ruhe schlafen können.
Heute tat es nach der Massage einen Schlag und wie ein Wasserfall ergoss sich der über den Tag angesammelte Darminhalt in die Windel – begleitet von einem seligen Lächeln in des Kleinen Gesicht. Auch danach wurde gedrückt und gepupst, bis der Bauch wieder ganz weich ward.
Es war nun an mir die Schweinerei zu beseitigen.
Dann wurde gestillt und jetzt liegt der kleine Mann friedlich schlummernd auf meiner Brust. Und mein Kopf auf seinem.

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